Harald’s US-Bahnprojekt begann 2009 noch in den Räumen in Fellbach. Mit zwei weiteren Mitgliedern des Vereins IG-N-Fellbach begannen sie mit einer Ringanlage, die einspurig getrennt durch eine Mittelkulisse, durch zwei verschiedene Landschaften fuhr und über eine versteckte Kreuzung in die andere Landschaft wechselte. Der Platzbedarf erlaubte keine andere Form, wenn eine lange Modulanlage mit reinem Fahrbetrieb angestrebt wurde. Kurz vor dem Landschaftsbau mussten sie wegen Verkauf des Gebäudes ihre Räume verlassen und sind 2017 nach Ludwigsburg-Hoheneck umgezogen.
Hier begann die Vereinsgründung aus den restlichen Fellbachern und neu hinzugekommenen N-Modellbahnern. An der US-Anlage beteiligten sich nur drei Leute, was die Arbeit daran nicht leicht machte. Jetzt hatten wir das Problem, dass der große Raum (90qm) in erster Linie für die DB-Anlage genutzt werden sollte (Mehrheit aller Mitglieder). Die US-Ringanlage hatte jetzt keinen Platz mehr und wir einigten uns darauf, dass beide Anlagen zunächst L-Förmig nebeneinandergestellt werden. Das bedeutete, dass wir die vier Kurven und zwei Mittelstücke ausrangieren und durch zwei Wendeschleifen und eine 90 Grad Kurve in der Mitte ersetzen mussten. In der letzten Form war die Anlage L-förmig mit einer Länge von ca.7,50 m auf jeder Seite. Das ergibt eine Streckenlänge im Rundlauf bis wieder zurück am Startpunkt von etwa 33 m. Die Strecke wurde eingleisig gewählt, um mehr Platz für die Landschaftsgestaltung zu erhalten.
Wir planten die Strecke so zu verkabeln, dass wahlweise Analog- oder Digitalfahrzeuge fahren können. (wie bei unserer DB-Anlage)
Harald fiel auf, dass es fast keine Fans für US-Streckenanlagen gibt. Alle wollen lieber digital rangieren und nach Fahrbefehlen, Übergaben und Begleitpapieren an Lagerhäusern Wagen zusammenstellen. Seine Hoffnung wäre, dass solche Fans ihre bereitgestellten Güterzüge, dann von einem angebauten Rangierbereich ins Streckengleis zu einer großen Runde schicken wollen. Technisch wäre das machbar. Auf den Conventions in Rodgau kann man die Fans der verschiedenen Normen da heftig rangieren sehen. Wenn es zwischen Raum Ludwigsburg und dem Rems-Murr-Kreis (Harald kommt aus Winterbach) US-Modellbahner gibt, meldet Euch bitte bei ihm, damit wir eine kleine Gruppe zusammenstellen können. Das Problem wird der benötigte und bezahlbare Raum sein. Aber packen wir’s an, wir können nur gewinnen.
Kontakt:
Harald Konzelmann
E-Mail: schrottlok@gmx.de
Handy: 0163-6970567
Zum Thema:
Harald wollte eine Modulanlage bauen, die auf reinen Fahrbetrieb ausgelegt ist. Die Landschaft ist durch eine Mittelkulisse getrennt. Diese Anlage wird so aufgestellt, dass sie von beiden Seiten begehbar und zu betrachten ist. Wir haben sechs Streckenmodule mit den Maßen 160 x 70 cm. Es soll die Fahrt durch eine Wüstenlandschaft in New Mexico/Arizona gezeigt werden, die soll auf einen 25 cm breiten Anteil des Moduls drauf passen, auf der Rückseite der Landschaftskulisse bleiben dann 45 cm für eine Landschaft im Mittelwesten mit Wiesen, City, Prairie, Rinder- oder Büffelherde. Hier soll auch der Bahnhof hin, an dem Personenzüge von Amtrak Halt machen. Die 200 cm langen Wendeschleifen messen 140 cm Tiefe an den Schleifen. Die geplanten vorbildlich langen Güterzüge mit mehreren Loks sollen einen möglichst großen Wenderadius von ca. 65 cm haben. Im Wüstenbereich wird es ein Überholgleis geben. An den Wendeschleifen fahren die Züge in Tunnels und kommen auf der anderen Seite in einer anderen Landschaft raus. Harald ist begeisteter Landschaftsplaner und Erbauer. Es fehlen bei uns noch Elektriker und Bastler mit flinken kreativen Fingern für Feinarbeiten.
Haralds Fahrzeug-Sammlung beträgt im Moment neben zahlreichen Güterwagen über 100 Loks (alle analog). Neben den diversen gelben Union Pacific Loks kommen auch Maschinen der eingegliederten Bahngesellschaften dazu, die ab den 70er und 80er Jahren zu großen Bahngesellschaften führten. Bei UP waren das die Loks von Cotton Belt, Southern Pacific und Rio Grande. Die Atchison Topeka & Santa Fe Railroad war bekannt durch ihre silberroten Warbonnet-Anstriche, die wurden nach der Fusion mit Burlington Northern neu beschriftet als BNSF und sind heute alle gelborange. Es gab noch den cremefarbenen BN-Anstrich, sowie die rotgelben Kodachrome- und blaugelben Ektachrome-Anstriche. Die gewählte Epoche sollte in der Zeit der 80er und 90er Jahre liegen, um diese Farbenvielfalt noch abbilden zu können.
Als Gleis haben wir das amerikanische Atlas Code55 gewählt, weil hier der Schwellenabstand dichter ist und den US-Normen entspricht.
Aktueller Stand (Mai 2026):
Wir bauten an der hölzernen Konstruktion und verlegten die Gleise, bis 2019, dann verstarb einer der drei US-Bahner nach kurzer Krankheit. Seither ruhten die Arbeiten an der Anlage und die Bastelzeit wurde schwerpunktmäßig für die DB-Anlage eingesetzt.
Die US-Anlage stand abgebaut im Eck, dann kam Corona. Das führte zum Aussetzen aller Arbeiten für über ein Jahr.
2024 verließen uns wegen Krankheit, Umzug und eines Austritts gleich vier Mitglieder. Dadurch wurde uns die Miete zu teuer und wir wechselten ab 2025 in die neuen Clubräume in Kornwestheim. Hier gibt es leider viel weniger Platz und der reicht nur für die DB-Anlage. Harald hat seine geliebte US-Anlage in einen angemieteten Lager-Container verbracht, wo sie auf neue begeisterte US-Railroader wartet und wieder auferstehen möchte.